12.8.2005

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Taunus Zeitung 12.8.2005
Ihre Hoheit Antonia I. bittet zum ersten Tanz
Kirdorf. Sie weiß einfach, wie sie sich auf einer Bühne zu bewegen hat. Anmutig und elegant betritt sie, gekleidet in einen Traum aus Pistaziengrün, die Tanzfläche im Bürgerhaus Kirdorf. Der erste Walzer steht auf dem Programm und man könnte fast meinen, Tanzpartner Herbert Kraus verspürt mehr Lampenfieber als die Hauptperson des Nachmittags, die designierte Laternenkönigin, Antonia I.. Galant küsst Kraus ihrer um einen halben Kopf größeren Majestät die Hand und eröffnet den Tanz. Fehlerfrei gleiten die beiden über das auf Hochglanz polierte Parkett und ernten dafür die Huldigung der zahlreichen anwesenden Mitglieder des Gemeinschaftskreises Alt Homburg. Die Königin hat ihre Feuertaufe mit Bravour bestanden.
Seit vielen Jahren wird die jeweilige Laternenkönigin einige Wochen vor ihrer Inthronisation vom Gemeinschaftskreis empfangen. «Das ist ihr Probelauf», hatte die zweite Vorsitzende Lydia Schumacher dem Publikum und der lächelnd am Tisch sitzenden Antonia bereits angekündigt. «Wir wollen schauen, ob sie ihren Anforderungen gewachsen ist», fügte Schumacher schmunzelnd an. Und war sich auch gleich sicher: «Sie werden die Herzen der Homburger im Sturm erobern», versprach sie der zukünftigen Regentin. Die Mitglieder des Gemeinschaftskreises waren jedenfalls ganz hin und weg.
Nach einer kurzen Ansprache und dem Eröffnungswalzer gesellte sich Antonio unter ihr künftiges Volk und schrieb fleißig Autogramme – und war dabei so eifrig, dass das weitere Programm in Verzug zu geraten drohte. Am «Zeit-Management» muss also noch ein wenig gefeilt werden. Doch bis zur Amtsübernahme sind es ja noch rund zwei Wochen. Zudem kann sich Antonia I. auf einen eindrucksvollen Hofstaat verlassen. Ihr zur Seite steht nämlich mit den ehemaligen Laternenköniginnen Inge I. (1983), Kirsten I. (1984), Sabine II. (1992) und Nadja I. (1998) die geballte Erfahrung. (gst)