Presse 2002

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26.8.02 Taunus-Zeitung
Windhundrennen und Party-Meile

Bad Homburg. Nur noch zwei Mal schlafen, dann geht es endlich los: Dann feiern die Homburger und zahllose Gäste gemeinsam mit unserer lieblichen Königin Tanja II. das Laternenfest. Der erste offizielle Termin ist am Freitag um 10 Uhr in der Taunus Sparkasse Tanjas Autogrammstunde. Für die Kleinen wird es um 14 Uhr so richtig spaßig, wenn die Schausteller ihre Buden und Fahrgeschäfte öffnen.

Das traditionelle Windhundrennen ist vor allem bei den Freunden von Vierbeinern sehr beliebt. Am Samstag steht von 10 bis 17 Uhr die "Internationale Windhundzuchtschau" im Jubiläumspark auf dem Laternenfest-Programm. Am Sonntag wird dann von 10 Uhr an um den Silber-Pokal gerannt. Außerdem stehen am Sonntag auch nochmal die Kinder im Mittelpunkt. Von 10 Uhr an darf nämlich beim Kinderfest hinter der Russischen Kapelle ausgiebig getobt werden.

Am Samstag (von Kirdorf aus) und am Sonntag (Ober-Eschbach) starten jeweils um 20.30 Uhr die Umzüge. Außerdem gibt es im gesamten Stadtgebiet jede Menge kulinarische Köstlichkeiten und Musik. Den Schlusspunkt setzt dann am Montag von 21.30 Uhr an wie immer das Feuerwerk.

Wie bereits mehrfach berichtet, gibt es auch eine grundlegende Neuerung: Die Jugend soll diesmal vornehmlich auf dem Rathausplatz feiern (siehe nebenstehenden Artikel). Für den richtigen Ton in der Party-Zone wird das Team vom Gambrinus sorgen. Auf der großen Showbühne, die am Freitag um 11 Uhr offiziell eingeweiht wird, gibt es allen vier Tagen Open-Air-Disco und Live-Musik. (col/tzd)

26.8.02 Taunus-Zeitung
Zum Auftakt ein Ball
Bad Homburg.
Nur wenige Stunden nach der Krönung auf dem Kurhausvorplatz durfte die frisch gekürte Laternenkönigin Tanja I. ihren ersten großen gesellschaftlichen Termin wahrnehmen: den Ball der Laternenkönigin im Hotel Steigenberger. Über hundert Gäste hatten sich eingefunden, um im festlichen Ambiente die neue Regentin willkommen zu heißen.

Nach den ersten Tanzrunden, die musikalisch von der Transatlantik-Showband gestaltet wurden, kündigten Fanfarenbläser mit wohlwollend fast gelungener Intonation die Ankunft Ihrer Lieblichkeit an, die nach der Begrüßung von Oberbürgermeister Reinhard Wolters (CDU) mit den ersten Walzertakten den Ball eröffnete. OB Wolters hob hervor, dass er als Stadtoberhaupt vertragliche Angelegenheiten durchaus bewerkstelligen könnte, für eine charmante Repräsentanz sei allerdings eine Laternenkönigin wesentlich besser geeignet.

Ganz italienisch zeigte sich die Küche des Steigenberger-Hotels beim Büfett: Vom Parmaschinken über Pastavariationen bis hin zu Tiramisu und Zabaione wurde alles geboten, was das kulinarische Herz begehrte. Für die Show-Einlagen sorgten die Bad Nauheimer Salontänzer der Tanzschule Wehrheim-Gierock mit einem historischen Ausflug ins 18. Jahrhundert. (min)
 

26.8.02 Taunus-Zeitung
Es lebe die neue Regentin Tanja I. trägt jetzt die Krone
Von Michael Jacob

Bad Homburg. Nur wenige Minuten mussten Bad Homburgs Bürger ohne amtierende Laternenkönigin auskommen. Denn seit die obligatorischen Böllerschüsse vom Kurhausdach weit über die Stadtgrenzen hinaus das Ereignis verkündeten, gibt es offiziell eine neue Laternenkönigin: Tanja I. wird für ein Jahr – und natürlich besonders während des bevorstehenden Laternenfestes – die Kurstadt charmant und majestätisch regieren.

Hundert Zuschauer harrten bereits auf dem Kurhausplatz aus, als Ihre Lieblichkeit im offenen VW-Cabrio vorfuhr. Doch zuerst stand ein letztes Mal Christine II. im Mittelpunkt, die sich mit bewegenden Worten bei all den Menschen bedankte, die sie während ihrer Amtszeit mit offenen Armen empfangen haben: "Ich denke gern an diese wundervolle Zeit zurück und kann nur allen jungen Damen empfehlen, sich für dieses Amt zu bewerben. Es ist eine unvergleichliche Zeit."

Begleitet von den Rhythmen des Königsteiner Fanfarenzugs rollte schließlich die neue Regentin auf dem Kurhausplatz ein: Tanja I. winkte freudig strahlend ins Publikum und bekannte auf der Bühne, dass sie doch mächtig aufgeregt sei. "Nachdem meine Mutter den Artikel in der TZ gelesen hatte und mich fragte, ob ich mich nicht bewerben möchte, hat sich mein Leben verändert." Das Amt der Laternenkönigin habe sie schon immer gereizt, wenn sie als Kind und als Jugendliche über das Laternenfest gestreift sei. Zielpunkt waren immer die Losbuden, und in diesem Jahr habe sie den Hauptgewinn gezogen: "Ich freue mich sehr darauf, mit Ihnen und den Kindern ein schönes Laternenfest zu feiern", beendete Tanja I. ihre Antrittsrede, nachdem sie aus den Händen von Christine II. die offiziellen Insignien ihrer Regentschaft in Form von Krone und Zepter erhalten hatte.

19.8.02 Taunus-Zeitung
Laternenfest lockt mit Radio und Falschgeld
Von Cornelia Varwig

Bad Homburg. Ein idyllisches, kleines Fest mit leuchtenden Laternen, wie es das vor 67 Jahren zum ersten Mal in Bad Homburg gab, ist das Laternenfest schon lange nicht mehr. Dafür locken von Freitag, 30. August, bis Montag, 2. September, wilde Karussells, zahlreiche Live-Bands, ein Open-Air-Disco-Garten und viele weitere Attraktionen die Besucher aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet in die Kurstadt. "Auch mit weniger Ständen ließe sich ein heimeliges Fest gar nicht mehr realisieren", verweist die Vorsitzende des Laternenfestvereins, Kirsten Ohlrogge, auf die wieder zu erwartende große Resonanz. Bekanntlich kommen jedes Jahr Zehntausende zu dem Großereignis.

Ganz zeitgemäß ist neben dem Programm auch das diesjährige Motto: "Alles klar im Euro-Jahr". Auf den 18 Wagen des Festzuges haben die Vereine Themen wie "Die DM geht", "Die Euro-Münzen" oder "Faschgeld" künstlerisch umgesetzt.

Bereichert wird das Fest zudem von Radio Megahertz. Zum sechsten Mal sendet das Lokalradio in Zusammenarbeit mit der Taunus Zeitung aus dem "gläsernen Studio" im Restaurant des Maritim-Hotels. Pünktlich um 6 Uhr morgens beginnt Thomas Adolph am Mittwoch, 28. August, mit seiner Moderation. "Im gesamten Vordertaunus sind wir dieses Jahr auf der neuen Frequenz 91,7 zu hören", sagte Adolph.

Wenige Tage zuvor, am Samstag, 24. August, tritt Tanja I. offiziell ihr Amt als Laternenkönigin an. Nach der feierlichen Inthronisation am Vormittag trifft man sich abends auf dem Ball der Laternenkönigin im Hotel Steigenberger wieder. "Für 48 Euro pro Person erwartet die Gäste dort ein Gala-Büfett und ein festlicher Ball mit Showeinlagen", sagte Sabine Schalmayer vom Laternenfestverein. Zum zweiten Mal wird die Transatlantic Showband "Tanzmusik für jedermann" spielen. Höhepunkt des Abends: eine Tanzeinlage der Bad Nauheimer Salontänzer. Eine Formation führt in historischen Kostümen Tänze aus drei Jahrhunderten vor.

Nicht ganz so feierlich wird es auf der Festmeile Louisenstraße zugehen. Durch die Bauarbeiten am Waisenhausplatz ist das Angebot dort etwas eingeschränkt. "Der Platz wird zum Fest so fertig gestellt, dass keine Gitter mehr im Weg stehen", sagte Kirsten Ohlrogge. "Ein Schausteller wird dort trotzdem wie jedes Jahr seine deftigen Leckereien anbieten." Während an der einen Stelle weniger Platz ist, kommt andernorts ein neues Areal zum Feiern dazu. Auch wenn auf dem Rathausplatz das einzig Laute momentan noch die Baufahrzeuge sind, soll hier am Festwochenende jeden Abend eine Disco-Party steigen. Jazzfreunde müssen indes in diesem Jahr auf eine Veranstaltung verzichten. Aus Kostengründen – eine überdachte Bühne war zu teuer – wird am Laternenfest-Freitag kein Jazz im Schloss gespielt.

Beim krönenden Abschluss am Montag im Jubiläumspark stehen Musik, Tanz und Sport im Mittelpunkt. Zwei Mal tritt die Tanzgruppe "Lost Our Name" auf, ebenfalls zwei Mal ist der TV Weißkirchen mit einer Sportvorführung zu sehen. Nach Eintreffen des Kinderfestzuges, bei dem nach Angaben des Laternenfestvereins immer 700 bis 1200 Kinder mitgehen, klingt das Fest mit einem großen Höhenfeuerwerk aus.
 

6.8.02 Taunus-Zeitung
"Zartem Mädchen" zittern die Hände
 

Bad Homburg. Aufgeregtes Gemurmel war am gestrigen Donnerstag aus dem großen Saal des Kirdorfer Bürgerhauses zu hören. Die Mitglieder des Gemeinschaftskreises Alt Homburg freuten sich wie Schneekönige auf ihren hohen Besuch: Tanja I. hatte zur monatlichen "Brunnengebabbel"-Sitzung ihren ersten offiziellen Auftritt als Laternenkönigin.

Als Ihre Majestät in ihrem leuchtend blauen Kleid in der Tür erschien, standen die älteren Damen und Herren begeistert auf und winkten ihr zu. Walter Steinmetz spielte ihr und ihrem "Gefolge", den "Hofdamen" und Vertretern des Laternenfestvereins, zur Begrüßung auf der Ziehharmonika das Lied vom "Laternchen". "Bei so viel Anmut und Jugend kann man direkt ein wenig neidisch werden", scherzte die zweite Vorsitzende, Lydia Schumacher. Etwas ernster fügte sie hinzu, dass die Veranstaltung, die schließlich Tanjas erste war, dazu dienen solle, der 22-jährigen den Einstieg in die Regierungszeit zu erleichtern. Ihr zu Ehren hatten sich die Vorstand-Damen extra in blau gekleidet. Nur Lydia Schumacher nicht – aber das lag daran, dass sie nichts in der Farbe im Schrank hatte.

Anschließend berichtete Tanja dann von ihrer bisherigen "Laufbahn". In Bad Homburg geboren zog es sie selbst nach ihrem Abitur nicht aus den Stadtgrenzen hinaus. Einigen Mitgliedern kamen vor Rührung die Tränen. "So ein zartes Mädchen", sagte ein Herr und schnäuzte sich kräftig. "Ich war ganz schön aufgeregt", erzählte Tanja nach ihrer Rede. "Mir haben richtig die Hände gezittert. Aber ich bin so nett aufgenommen worden, dass ich mir gar keine Sorgen machen brauchte." Zur Erinnerung verteilte sie – wie eine richtige Berühmtheit – Autogrammkarten an die Anwesenden.

Im offiziellen Teil bekamen sie und ihre Hofdamen traditionsgemäß vom "Rosenkavalier" einen Blumenstrauß überreicht. Ein Kuss zum Dank sorgte für Heiterkeit im Saal. Außerdem musste sie ihr "Taktgefühl" mit einem kleinen Walzer mit Wilfried Boese, der auch Mitglied im Laternenfestverein ist, unter Beweis stellen. Auch diese Aufgabe meisterte sie problemlos.

Ihren ersten offiziellen Auftritt hat die designierte Laternenkönigin also mit Bravour bestanden und bis sie dann für ihre Regierungszeit Zepter und Krone überreicht bekommt, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen

6.8.02 Taunus-Zeitung
Tanja I. gibt sich die Ehre

Bad Homburg. Noch vier Wochen bis zum Laternenfest – doch ihren ersten offiziellen Auftritt hat die designierte Laternenkönigin Tanja I. bereits in dieser Woche: Am Donnerstag besucht sie von 15 Uhr an den Gemeinschaftskreis Alt Homburg im Bürgerhaus Kirdorf. Gehüllt in ihr blaues Traumkleid (die TZ berichtete) wird sie zu diesem traditionellen Termin auch ihren gesamten "Hofstaat", die "Hofdamen" Kerstin Wachter und Inge Denfeld, mitbringen. Auch Vertreter vom Laternenfestverein werden Tanja I. begleiten. Alle Mitglieder und Freunde des Gemeinschaftskreises sind eingeladen!

Und noch eine weitere Veranstaltung, bei der Tanja I. im Mittelpunkt stehen wird, wirft ihre Schatten bereits voraus: der Ball der Laternenkönigin am Samstag, 24. August. Von 19.30 Uhr an findet dieser im Hotel Steigenberger statt (Einlass 19 Uhr). Für Stimmung sorgt die Transatlantic Show-Band, die zu später Stunde sogar noch mit einer Mitternachtsshow aufwarten wird. Die Bad Nauheimer Salontänzer treten in originalgetreuen Kostümen und den dazugehörigen Accessoires auf, so dass die Besucher erleben können, wie in früheren Zeiten "am Hofe" getanzt wurde.

Im Eintrittspreis von 48 Euro ist auch das Galabüfett enthalten. Karten für diesen Ballabend sind ab sofort beim Tourist Info + Service im Kurhaus erhältlich. Informationen gibt es auch unter Telefon (0 61 72) 17 81 10. (tzc, os)

30.7.02 Taunus-Zeitung
Tanjas Traumkleid: Viel Tüll und Taft und 45 Blüten

Bad Homburg. Ein kurzer grauer Rock und dazu ein weißes Top mit Spaghetti-Trägern: Präsentiert sich so in diesem Jahr die Laternenkönigin? Nein, natürlich nicht. Aber bei der gestrigen Vorführung ihres Festkleides muss eben auch Tanja I. den tropischen Temperaturen Tribut zollen. "Es ist nämlich ein langärmeliges Kleid", verrät Heike Rahusen-Marsch. Doch als die geladenen Gäste vollzählig im gleichnamigen Modestudio der Schneidermeisterin versammelt sind, gibt es für die 22-jährige Tanja Weber kein Erbarmen mehr – ab zum Anprobieren!

Jegliche Gedanken an die Hitze sind aber verflogen, als Tanja wieder aus dem Nebenraum zurückkommt: Sie strahlt über das ganze Gesicht und genießt die bewundernden Blicke. So manches "Aah" und "Ooh" ist zu hören – Tanja lächelt etwas verlegen und beginnt sich langsam zu drehen. Der blaue Stoff glänzt in den Sonnenstrahlen, die durch das Fenster fallen. Sofort ins Auge fallen außerdem die 45 blau-schwarzen Blüten, die den Tüllrock zieren.

Vier Tage lang war Sophia Saggau, Praktikantin im Modestudio, damit beschäftigt, die Blüten zu nähen. Die Meisterin selbst beziffert ihre Arbeitszeit auf 25 Stunden – das scheint nicht viel, hat aber auch mit der Erfahrung von Rahusen-Marsch zu tun: Bereits zum siebten Mal schneiderte sie das Kleid, aus dem die Träume einer Laternenkönigin sind. "Jedes wird individuell auf die Königin abgestimmt", erzählt sie. Bei Tanja Weber habe es beispielsweise eine Rolle gespielt, dass Blau ihre Lieblingsfarbe ist. Und während Rahusen-Marsch der Frage nach dem bislang schönsten Kleid einer Laternenkönigin ausweicht, steht für Tanja die Antwort fest: "Meins natürlich!"

Sechs Meter royal-blauer Taft und zehn Meter Tüll sind für das auf Corsage gearbeitete Kleid verwendet worden. Doch so eng anliegend es im Bereich des Oberkörpers ist, so ausschweifend ist der Rock – schließlich muss sich eine Laternenkönigin darin bewegen und gut laufen können. Insgesamt vier Anprobe-Termine waren erforderlich, bis alles genau passte. Ans Laufen muss sich Tanja trotzdem noch gewöhnen: "Anfangs bin ich mir immer unten auf den langen Rock getreten", erzählt sie lachend. Momentan hebt sie ihn deshalb noch etwas hoch, verspricht aber: "Ich werde das üben!" Den ersten offiziellen Termin hat Tanja bereits in knapp zwei Wochen: Der Besuch der designierten Laternenkönigin beim Gemeinschaftskreis Alt Homburg hat schon Tradition.

Das Kleid, der erste Termin – so langsam wächst bei Tanja die Anspannung. Sagt sie zumindest. Denn anzumerken ist es ihr nicht; schon gar nicht, als sie sich mit ihrem Kleid im Garten des Modestudios fotografieren lässt: Noch immer strahlt sie mit der Sonne um die Wette. Oder ob es daran liegt, dass sie heute Geburtstag hat?

Kirsten Ohlrogge vom Laternenfestverein berichtet derweil, wer noch alles an der Einkleidung von Tanja I. beteiligt ist: Die Schuhe sind von Duchesse, die Wäsche von Bous. Beim Schmuck wurde dieses Jahr in die Privatschatulle gegriffen: ein Collier, das mit dem selben blauen Stein verziert ist wie die beiden Kreolen an Tanjas Ohren. Diese werden allerdings erst sichtbar, als sich Tanja die braunen Haare aus dem Gesicht streift. Ihr wird es doch wohl nicht plötzlich zu warm sein? Tanja nimmt's gelassen: "Ach, heute schwitzt doch sowieso jeder." Und Heike Rahusen-Marsch spricht aus ihrer großen Laternenfest-Erfahrung: "Du wirst schon noch froh sein, ein langärmeliges Kleid zu haben!"

25.6.02 Taunus-Zeitung
Die Sonne, Roland Koch und die Königin

Bad Homburg. Das Gespräch mit dem Hessischen Ministerpräsident dauerte nur wenige Augenblicke. Doch Christine Aniol genoss sie genauso wie die vielen anderen, bewegenden Momente, die es in ihrer nun bald zu Ende gehenden Amtszeit als Bad Homburger Laternenkönigin gab. "Ich bin wirklich froh, das alles erlebt zu haben", erzählte sie am Montag. "Es war eine tolle Lebenserfahrung!"
Die Teilnahme am Hessentag-Umzug ist am Sonntag für Christine II. der letzte große Auftritt gewesen, bevor sie Ende August "abdanken" wird. Auf dem Bad Homburger Motivwagen fuhr sie durch die Straßen von Idstein. Weil sich der Umzug zum Laternenfest bekanntlich immer erst in der Abenddämmerung in Bewegung setzt, wird Christine II. vom Idsteiner Umzug vor allem der strahlende Sonnenschein in Erinnerung bleiben. Ebenso die vielen begeisterten Menschen und das kurze Treffen mit Roland Koch.
Über was plaudert man eigentlich bei so einem "Smalltalk" mit dem Ministerpräsidenten? "Ich habe ihm die besten Wünsche aus Bad Homburg übermittelt." Koch habe sich daraufhin zum guten Verlauf des Hessentages geäußert und bekam von Christine II. noch ein Buch über die Kurstadt geschenkt. "Er hatte natürlich nicht viel Zeit", weiß die Laternenkönigin – schließlich wollte Koch jedem der knapp 200 teilnehmenden Wagen einen Besuch abstatten.
Für Christine II. war es übrigens bereits das zweite Mal, dass sie Koch begegnet ist: Das traditionelle Königinnen-Treffen in Wiesbaden war es, bei dem sie deutlich mehr Zeit hatte, um mit dem Ministerpräsidenten zu sprechen – und an das sie sich genauso gerne erinnert wie an viele andere Begegnungen in ihrer Amtszeit. (os)

18.5.02 Taunus-Zeitung
Weed-Alternative am Rathaus

Bad Homburg. Aus der Not soll eine Tugend gemacht werden: Weil es beim diesjährigen Laternenfest wegen der Bauarbeiten in der oberen Louisenstraße reichlich eng wird, ist eine Ausdehnung über die untere Louisenstraße bis zum Rathaus geplant. Wie die TZ erfahren hat, kann dort der bis dahin fertige Rathausplatz miteinbezogen werden – und zwar vor allem als Treffpunkt für Jugendliche. Die Bewirtschaftung des Platzes soll während des viertägigen Spektakels vom Team der Discothek Gambrinus übernommen werden.
In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Diskussionen über das Laternenfest und die damit verbundenen Belästigungen speziell der Bewohner der Altstadt gegeben. Gesucht – und lange nicht gefunden – wurde deshalb ein weiterer Anziehungspunkt für die Jugendlichen, um auf diese Weise den traditionell stark „belagerten“ Platz „An der Weed“ zu entlasten.(os)

16.5.02 Taunus-Zeitung

Die neue Königin hat ein Faible für Risiko und Robbie Williams

Von Michael Jacob
Bad Homburg. Jedes Jahr wird die Entscheidung des Laternenfestvereines mit Spannung erwartet: Wer wird die neue Laternenkönigin? Anfangs sah es gar nicht so rosig aus, denn zwei Wochen vor Anmeldeschluss lagen nur wenige Bewerbungen vor. Ein erneuter Aufruf in der TZ brachte Entspannung in die Reihen des Laternenfestvereins: Sage und schreibe 19 junge Damen standen zuletzt auf der Liste und wurden zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.
„In erster Linie zählen für uns Natürlichkeit, Offenheit, Fröhlichkeit und Spontaneität“, erläutert Kirsten Ohlrogge, die erste Vorsitzende des Vereins, das Auswahlverfahren. Und damit konnte auch die neue Regentin aufwarten: Tanja Weber.
Die junge Dame wurde im Sternzeichen Löwe am 29. Juli 1980 geboren, wird also noch vor ihrem Amtsantritt als Tanja I. Ende August das 22. Lebensjahr vollenden. Das Licht der Welt erblickte sie im Kreiskrankenhaus, später besuchte sie die Hölderlinschule und dann das Humboldt-Gymnasium. Nach ihrem Abitur im Jahr 2000 begann sie die Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation bei Start Amadeus. In diesen Tagen absolviert sie ihre Abschlussprüfung.
Die Hobbys der neuen Laternenkönigin sind Zeichnen und Malen, gemütliche Abende mit Freunden bei Spielen wie „Siedler von Catan“, „Risiko“ oder „Tabu“ oder Kino- und Discoabende. Musikalische Vorlieben sind Robbie Williams, Bryan Adams, Bon Jovi, Marius Müller-Westernhagen, Pur und viele andere Gruppen und Sänger mehr. Tanja Weber fährt gerne Inliner und hat in Sachen Reisen ihre Vorliebe für Griechenland entdeckt. Vier Mal hat es sie bereits dorthin verschlagen, einmal nach Kos, einmal auf den Peloponnes und zwei Mal nach Kreta. So ist es auch kein Wunder, dass sie häufig bei „Tante Anna“ in Oberstedten anzutreffen ist – das Lokal wird seit Jahren von einer griechischen Familie bewirtschaftet.
„Ich habe den Artikel in der Taunus Zeitung gelesen und spontan an den Verein geschrieben!“ Tanja hatte sich vorher noch keine Gedanken gemacht, was man eigentlich tun müsse, um Laternenkönigin zu werden. „Wunsch war es aber schon seit meiner Kindheit!“ Jedes Jahr habe sie den großen Umzug gesehen und davon geträumt, auch einmal auf dem Wagen der Königin zu thronen. „Ich dachte einfach: Versuch es mal! Aber ich habe nicht damit gerechnet, gewählt zu werden!“ In ihren strahlenden Augen spürt man die Freude auf das bevorstehende Fest. Tanja I. möchte jeden Moment auskosten. Und ihr größter Wunsch ist: „Hoffentlich haben wir schönes Wetter!“

17.4.02 Taunus-Zeitung
Gesucht wird: Unsere neue Laternenkönigin
Von Michael Jacob

Bad Homburg. Allmählich wird die Vorsitzende des Laternenfestvereins, Kirsten Ohlrogge, ein wenig unruhig: Die Bewerbungsfrist für das Amt der diesjährigen Laternenkönigin endet am Samstag, 27. April, und bislang liegen nur zwei Bewerbungen vor. „Sicher könnten wir eine der beiden ernennen, aber es wäre schön, wenn wir mehr Bewerbungen hätten!“ Durchschnittlich haben sich in den vergangenen Jahren mindestens zehn junge Damen gemeldet, um die Regentschaft während des Laternenfestes zu übernehmen.
Die Bewerberinnen werden dann zu einem gemeinsamen Gespräch eingeladen und ein spezielles Gremium des Laternenfestvereines stimmt dann darüber ab, auf wen die Wahl fällt. Dabei kommt es natürlich nicht in erster Linie auf das Aussehen an, vielmehr sollte die zukünftige Laternenkönigin offen und natürlich sein und keine Scheu vor einem Mikrofon haben. Denn während ihrer einjährigen Regierungszeit muss sie öfters vor einem größeren Publikum sprechen.
Das Laternenfest ist in diesem Jahr für die Zeit vom 30. August bis zum 2.September, die Krönung der Laternenkönigin eine Woche vorher, am 24. August, terminiert. In dieser Zeit häufen sich die Termine für die Regentin. Im Zentrum ihrer Aktivitäten stehen die Teilnahme an den drei Festzügen und die Besuche aller im Rahmen des Laternenfestes angebotenen Einzelveranstaltungen, vom Kinderfest bis zum Windhundrennen. Der Hofstaat legt aber auch Wert darauf, dass die Laternenkönigin ausgiebig über den Festplatz und durch die Fußgängerzone bummelt und bei Ständen der heimischen Vereine nicht nur vorbeischaut, sondern auch Zeit für Gespräche hat und ausgiebig Autogramm verteilen kann. Außerdem stehen zahlreiche Besuche bei Bad Homburger Firmen und Institutionen wie Kindergarten, Krankenhaus oder Seniorenheim auf dem Besuchsplan der Königin.
„Verzweifelt bin ich noch nicht“, meint Kirsten Ohlrogge, „auch in den vergangenen Jahren kamen manche Bewerbungen buchstäblich in letzter Minute.“ Doch der Countdown läuft unerbittlich. Aufgerufen sind alle jungen Damen im Alter zwischen 20 und 28 Jahren, die ihren ersten Wohnsitz in Bad Homburg haben, lebenslustig und fröhlich sind und Spaß an einem repräsentativen Amt haben. Manche Kandidatinnen haben Bedenken bezüglich der Kosten. Aber da kann Kirsten Ohlrogge beruhigen: „Der Laternenkönigin entstehen absolut keine Kosten!“ Im Gegenteil: Sie wird von Kopf bis Fuß von Bad Homburger Firmen ausgestattet und kann all dies natürlich auch nach ihrer Amtszeit behalten. Nur Krone und Zepter muss sie im nächsten Jahr an ihre Amtsnachfolgerin übergeben.
Schriftliche Bewerbungen mit möglichst zwei verschiedenen Fotos, einem Lebenslauf und einer kurzen Selbstdarstellung bis Samstag, 27. April, an die Vorsitzende des Laternenfestvereins: Kirsten Ohlrogge, Alemannenweg15, 61352 Bad Homburg.